Bürgermeister sagte Unterstützung zur Restaurierung der Schulze-Orgel zu

Die Erarbeitung des Restaurierungskonzept für die 1826/27 erbaute Schulze-Orgel steht kurz vor dem Abschluss. Im Herbst, "zur zweiten Orgelbrandzeit", werde man Genaueres über den Kostenumfang zur Rettung des Instruments sagen können. Darüber informierte Orgelfördervereinsvorsitzender Udo Schneider am Wochenende beim Orgelsymposium.

Rastenberg. Veranstaltet von Orgelförder- und Heimatverein führte es Unterstützer, Interessierte sowie Fachleute in der Stadtkirche zusammen. Auch, um Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeiten zu Stadtgeschichte, Kirche und Orgel zu präsentieren.

Zusammengefasst sind sie in der Nummer zwei der Schriftenreihe des Heimatvereins Rastenberg, diesmal in Zusammenarbeit mit dem Orgelförderverein. Der Band trägt den Titel "Damit die Gemeinde zu Rastenberg... sich des Vortrefflichen, welches die Orgel bietet, auch wirklich erfreuen könne."

Darin geht es um die Einordnung des Wiederaufbaus der Rastenberger Stadtkirche nach dem Stadtbrand 1824 in die Ortsgeschichte, zu der der Heimatvereinsvorsitzende Dr. Dr. Markus Vette in Archiven forschte. Dem Architekten und Bauleiter der Kirche, Clemens Wenzelslaus Coudray, widmete sich der Kunsthistoriker Prof. Dr. Rolf Bothe. Die Rastenberger Kirche sei das größte und bedeutendste sakrale Bauwerk Coudrays, ordnete er das Gotteshaus ein. Hatte aber auch noch eine kleine Kritik parat: "Die Bänke sind schrecklich hart. Ich bedaure Sie", sprach er, allerdings mit einem Augenzwinkern, ins Publikum.

Dass die von Johann Friedrich Schulze im Alter von 34 Jahren erbaute Orgel in der Stadtkirche einer dringenden Restaurierung bedarf, belegten Ausführungen des Kirchenmusikers und Orgelsachverständigen Albrecht Lobenstein. "Die Orgel ist stark verschmutzt, der Großteil des Metallpfeifenwerks deformiert, die Balgbelederungen verbraucht", führte er unter anderem aus.

"Unterstützung und Wunder auf dem Weg zur Restaurierung wird es noch einige brauchen", so Pfarrer und Orgelfördervereinsvize Christian Plötner. Der damit gleichzeitig den Dank an alle verband, "die das Projekt bisher begleitet und vorangebracht haben".

Angefangen von den Apfelspendern bis zu den monetären Hilfen unter anderen durch Schirmherr und Bauminister Christian Carius (CDU) in Form von Lottomitteln, die er beim Symposium in Scheckform übergab. Auch Bürgermeister Uwe Schäfer (FDP) sagte Unterstützung seitens der Stadt zu, "wenn auch die finanziellen Mittel beschränkt sind".

Musikalisch ließ Hartmut Haupt mit einem Konzert auf der Schulze-Orgel das Symposium ausklingen.

Autor: 
Anett Hädrich
Veröffentlich am: 
17.5.2011
Veröffentlicht in: 
Thüringer Allgemeine, Sömmerda