Mission Statement

„Damit die Gemeinde zu Rastenberg...sich des Vortrefflichen,
welches die Orgel bietet, auch wirklich erfreuen könne“
 
schrieb Johann Gottlob Töpfer in seinem Abnahmegutachten von 1827. /1/
Seit Ende der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts haben die Rastenberger den Traum,
wieder eine instandgesetzte Orgel in ihrem schlichten klassizistischen Gotteshaus zu hören. 
 
Mit Gründung des Orgelfördervereins Coudray-Kirche Rastenberg e.V. am 13. August 2010
nahm die Vision realistische Züge an, eine originalgetreue Restaurierung der historischen Orgel von Johann Friedrich Schulze aus dem Jahre 1827 zu fördern, das historisch heraus-
ragende klassizistische Baudenkmal von 1826 zu unterstützen und zu erhalten sowie darüber
hinaus das musikalische Genre „Kirchenmusik“ überregional zu etablieren.
 
Eine konzeptionelle Vorgehensweise, die sich aus drei wesentlichen Elementen zusammensetzt, soll die Einzigartigkeit der evangelischen Stadtkirche zu Rastenberg in den Mittelpunkt stellen:
 
1. Die klassizistische Architektur des Goethefreundes und Herzoglichen Oberbaudirektors
Clemens Wenzeslaus Coudray.
 
2. Die in den Originalzustand zurückversetzte frühromantische Orgel von Johann Friedrich Schulze, die im Zusammenwirken mit dem Weimarer Hoforganisten Johann Gottlob Töpfer entstanden ist.
 
3. Die Schaffung einer Begegnungsstätte über Religion und Lebenszeit hinaus. Damit entsteht eine nachhaltige Erschließung und Nutzung des historischen Baudenkmals mit einer hohen kulturpolitischen Bedeutung für die Menschen unserer Stadt, der Region und des Landes Thüringen.
 
Ein einheitliches Erscheinungsbild mit einem symbolstarken Logo, der „Orgelbrand“ mit dem Slogan „Wir Rastenberger brennen für unsere Orgel“ als erste Initiative, die bereits etablierte Veranstaltungsreihe „MUSIK in RASTenberg“ (MUSIKRAST) und die Einbeziehung unserer Orgel in den „Thüringer Orgelsommer“ seit drei Jahren, sind Zeugnisse gemeinsamer Bemühungen zur Rettung „einer alten Dame“, wie das Instrument liebevoll genannt wird.   
 
Der damalige Wunsch von Professor Töpfer lautete:
„...dass ihre Stärken und Fülle und der Reichthum der einzelnen Stimmen (in) zweckmäßiger Abwechslung gebraucht werde, damit sie in erster Hinsicht nicht bald das Loos mehrerer größerer Orgeln in der Umgegend theile“ /1/
Das werden wir aktiv in der heutigen Zeit umsetzten.
 
Ein vorliegendes Marketingkonzept ist dabei eine immer wieder zu überprüfende Richtschnur, damit unsere Kirche kulturprägend bleibt und ein abendländisch-christliches Erbe ist, das es gesamtgesellschaftlich zu bewahren gilt, wie es der Gemeindekirchenrat im beigefügten Konzept zu den Entwicklungsperspektiven der Coudray-Kirche Rastenberg zum Ausdruck bringt. Der sich restauratorisch erschließende Denkmalwert des Sakralbaues trägt in hohem Maße zu dieser nachhaltigen Ausstrahlungskraft bei.
 
„Heimatverein, Orgelförderverein, Kirchgemeinde, den Rastenbergern und vielen Unter-
stützern wünsche ich, dass sie die Schulze-Orgel restaurieren und somit gemeinsam mehr erreichen können. Damit bewahren wir wieder ein weiteres Stück weit unser reiches kulturelles Erbe“, schreibt die Ministerpräsidentin des Landes Thüringen, Christine Lieberknecht im Vorwort der Schrift zur Restaurierung der Schulze-Orgel in der Coudray-Kirche zu Rastenberg. /1/ 
Möge hier im gedeihlichen Miteinander eine große Aufgabe gelingen.
 
 
 
/1/ Damit die Gemeinde zu Rastenberg... sich des Vortrefflichen, welches die Orgel bietet, auch wirklich erfreuen könne. Zur Restaurierung der Schulze-Orgel in der Coudray-Kirche in Rastenberg. Mit Beiträgen von Markus Vette, Rolf Bothe und Albrecht Lobenstein. Herausgegeben in der Schriftenreihe des Heimatvereins Rastenberg e.V.. Erste Auflage, Mai 2011